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Natürlich grün!
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Aktuelle angewandte Kunst aus Schleswig-Holstein

Die Farbe Grün steht für Natur und Nachhaltigkeit in Material und Produktion in der künstlerischen und handwerklichen Arbeit der angewandten Künstler und Künstlerinnen. Im deutschen Sprachgebrauch ist Grün verbunden mit Leben und Wachstum, steht für Hoffnung und Zuversicht. Grün ist die Farbe der Frische und Natürlichkeit und die Farbe des Jahres 2017.

Diese und weitere zumeist positive Assoziationen mit Grün bilden den inhaltlichen Kontext der jurierten Ausstellung, zu der die angewandten Künstler und Künstlerinnen aller Gewerke wie Glas, Holz, Keramik, Metall, Papier oder Textil gearbeitet haben.

„Natürlich grün!” bezieht sich auch auf das seit 2007 jährlich in Eckernförde stattfindende internationale Naturfilmfestival Green Screen, zu dessen Rahmenprogramm das Museum Eckernförde bereits mehrmals mit Ausstellungen beigetragen hat.

Anlässlich dieser Ausstellung, hat der Berufsverband Angewandte Kunst S-H erstmals den mit 2000 € dotierten „Landespreis für angewandte Kunst S-H” ausgelobt, der im Rahmen der Ausstellungseröffnung verliehen wird. Die Jury hat die Schmuckkünstlerin Maria Konschake als Preisträgerin aus 39 Bewerbungen ausgewählt.

Die Jurymitglieder waren:
Dr. Dorothee Bieske – Museum Eckernförde, Dr. Julia Hümme – Ostholstein Museum, Andrea Stephan – Kulturbeauftragte der Stadt Eckernförde, Eva Koj – BAK S-H, Cornelia Patz-Nahm – BAK-S-H

16. Juli bis 17. September 2017

Museum Eckernförde
Rathausmarkt 8
24340 Eckernförde
Eröffnung: Sonntag, 16. Juli 2017, 11.30 Uhr
Dienstag bis Freitag: 10-12.30 und 14.30-17 Uhr
Sonnabend und Sonntag: 11-17 Uhr

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Maria Konschake – Preisträgerin des
„Landespreis für angewandte Kunst S-H 2017”

Maria Konschake absolvierte ihre Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau und schloss diese 2012 ab. Nach ihrem Abschluss als staatlich geprüfte Goldschmiedin begann sie aufbauend zunächst ein Gastsemester Silberschmieden und anschließend ein Studium im Fachbereich Schmuckdesign der Hochschule Wismar. Letzteres konnte Sie im Februar 2017 mit Auszeichnung beenden. 2016 wurde ihre kreative Arbeit mit dem Alen Müller-Hellwig Förderpreis ausgezeichnet.

Die Künstlerin Maria Konschake ist eine Sammlerin. Die Natur inspiriert sie gedanklich und liefert ihr die Vorlagen für ihre Schmuckstücke. Dabei geht es nicht nur um die Abbildung des gefundenen Objektes, sondern um den künstlerischen Prozess, der in der Folge beginnt. Gleichzeitig lotet sie durch die Anwendung verschiedenster Techniken Grenzen aus.

Bei den eingereichten Stücken zur Ausstellung „Natürlich Grün!” im Museum Eckernförde hat Maria Konschake mittels Galvanoplastik gefundenes Moos einerseits naturgetreu in seiner Form erhalten, anderseits durch eine Ummantelung mit Silber und Kupfer, sowie einer unterschiedlichen Materialstärke, eine abstrahierende Distanz zur Natürlichkeit geschaffen. Der Betrachter nimmt die Natur in der ihr eigenen Struktur und abstrakten Schönheit wahr. Die Schmuckstücke erscheinen nicht allein als „schmückend”, sondern präsentieren sich als eigenständige Kleinplastiken.

Der sehr persönliche und selektive Blick auf die Natur, das Sammeln von Insekten oder Pflanzen, ist die Grundlage der künstlerischen Arbeit Maria Konschakes. Sie nähert sich ihren Themen und dem Sammeln wissenschaftlich-forschend und hat ihren künstlerischen Leitgedanken u. a. in ihrer Diplomarbeit verfolgt.

Wir freuen uns, mit diesem Preis eine junge Künstlerin auszeichnen zu können, die mit ihrer innovativen und reflektierten Arbeit neue Akzente setzt und verspricht, auch zukünftig ein inspirierender Teil der schleswig-holsteinischen Angewandten Kunst zu sein.

Herzlichen Glückwunsch Maria Konschake!


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